Im Fluss

23. Februar 2009

He’s just not that into you

Filed under: Reviews — Robinson @ 10:14 am

Ist es klug, einen Tag nach der Oscar-Verleihung eine Kritik über einen Film zu veröffentlichen, der nun wirklich nicht gerade im Zentrum des Academy Awards-Rummels stand? Das Timing ist jedenfalls eher zufällig. Dieser Review erscheint heute aus dem einzigen „aktuellen Anlass“, dass Pipollina und Robinson sich gestern den Film angeschaut haben.

Die Erwartungen von Seiten Robinson waren gedämpft. Ein braver Hollywood Movie, in dem alle Menschen schön sind und nach einigen Wirrungen glücklich werden. Ein Film für Frauen und unreife Teenies. Das Vorurteil zum Film „He’s just not that into you“ stimmte bis und mit „alle Charaktere sind schön.“ Dort hörte die Übereinstimmung der Erwartung mit dem Inhalt aber dann auch schon wieder auf.

Das Ergebnis fiel also wesentlich besser aus. Überraschende Ehrlichkeit durchzog den Film. Viele verschiedene Charaktere, die es alle auf ihre Weise verbockt haben. So wie im richtigen Leben eben. Es gibt solche, die nie heiraten. Es gibt solche, die heiraten, aber es besser nie getan hätten. Es gibt solche, die nie den richtigen Partner finden. Und es gibt solche, die ihn finden und das gar nicht realisieren. Es gibt solche, die alle möglichen Internet-Tools anwenden, um zum Liebesglück zu finden. Und wieder andere suchen Ratschläge bei Barkeepern, Schwulen und anderen vermeintlich allwissenden Mitmenschen.

Am Ende sind alles nur Menschen und scheitern an ihren Barbie-Haus-Fantasien. Sie alle müssen zurück auf den Boden kommen und nicht zu weit suchen nach dem Glück. Das Glück, das sie sich versaut haben, müssen sie aufgeben können. Weitersuchen. Nochmals von vorn beginnen.

Fazit: Wenn auch nicht gerade Oscar-verdächtig, ist der Film doch einen Kino-Eintritt wert und erinnert stark ans richtige Leben.

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1 Kommentar »

  1. Mir hat der Film auch gut gefallen und meine Erwartungen erfüllt: ein amüsanter Liebesfilm, der zum Schmunzeln und auch ein Bisschen zum Nachdenken anregt, der hin und wieder einen Brüller oder eine Tränenszene, viel Konversation, aber vor allem keine Gewalt zeigt. Dem Film fehlts an nichts, wenn man sich ohne nachträgliche Magenbeschwerden oder andere postcinematische (Achtung Wortschöpfung!) Stresssymptome unterhalten lassen möchte.
    Ein idealer Film für einen gemütlichen Sonntag Abend zu zweit in der Menge – oder vielleicht auch mit der besten Freundin.

    Kommentar von pipollina — 23. Februar 2009 @ 10:40 am | Antwort


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