Im Fluss

11. März 2009

Wir wollen nicht Recht bekommen, nur Recht haben

Immer mal wieder liefern sich die aufrechten Eiferer von links und rechts Duelle, die aus Sachpolitischer Sicht sinnlos erscheinen. Sie sind zwar nicht ganz sinnlos, doch der Sinn erschliesst sich erst bei näherem Hinsehen, wenn es um die politische Identität oder das eigene Gewissen geht. Zwei aktuelle Beispiele. (more…)

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7. März 2009

Kognitive Dissonanz zum Zweiten

Die SVP, wenn es um Asyl, Minarette, die bilateralen Verträge mit der EU oder um Einbürgerungen geht: „Fangt sie, die kriminellen Ausländer!“

Die SVP, wenn es ums Bankgeheimnis geht: „Schützt sie, die kriminellen Ausländer!“

Irgendwo wird da wohl schon irgend eine Logik vorhanden sein. Nehmen wir zu Gunsten der SVP einmal an…

24. Februar 2009

Neue Facebook-Gruppe zu Parteispenden

Filed under: Politik,Wirtschaft — Robinson @ 11:01 am
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Firmen wie die UBS hängen jetzt am Tropf des Staates. Manche Politiker hängen am Tropf von Firmen. Und diese Politiker sorgen dafür, dass die Steuerzahler auch in Zukunft den Staatstropf für die Firmen wieder nachfüllen.

Stimmt nicht? Dann zeigt, dass das nicht stimmt, und legt die Spenden für Euch und Eure Partei offen! Es ist wie mit dem Bankgeheimnis: Wer Geheimnistuerei betreibt, macht sich verdächtig.

Solange das Gesetz nicht vorsieht, dass Parteien und Kandidierende alle empfangenen Spenden, Einladungen und sonstigen Zückerchen offenlegen müssen, musst Du davon ausgehen, dass Korruption besteht.

Du musst davon ausgehen, dass Deine Steuern dafür verwendet werden, den Spendern eine Gegenleistung zu bieten.

Du musst davon ausgehen, dass diejenigen, denen du deine Stimme gegeben hast, nicht in deinem Interesse oder im Interesse des Volkes handeln. Sie handeln im Interesse der Banken, der Pharmahersteller und was es an finanzkräftigen Firmen sonst noch gibt.

Für alle, die darüber empört sind, dass sich Firmen und Politiker gegenseitig Vorteile zuschanzen, gibt es jetzt hier eine Facebook-Gruppe, der man beitreten sollte. Je mehr members die Gruppe hat, desto mehr politisches Gewicht wird sie erhalten.

23. Februar 2009

Begegnung der dritten Art

Filed under: Diary,Politik — Robinson @ 1:50 pm
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Folgender Dialog hat sich heute echt so zugetragen.

Robinson begegnete heute über Mittag einem Mitschüler aus der Gymi-Zeit, der dann für ein paar Semester auch Mitstudent an der Uni war. Nennen wir die Person einmal Otto.

Robinson und Otto gleichzeitig: „Hallo, wie geits. Zwäg?“

Beide gleichzeitig: „Ja, nid schlächt.“

Robinson: „Büglisch Du i dämm Fau da hinge bim Kursaal irgendwo?“

Otto: „Ja, grad hinger em Kursaal.“

Robinson: „Aus was de?“

Otto: „Im Generalsekretariat vo dr SVP Kanton Bärn.“

Robinson gibt sich Mühe, keine Miene zu verziehen.

Otto: „U du?“

Robinson: „Aus Zivi bi Swisspeace.“

Auch Otto gelingt es ausserordentlich gut, das freundliche Lächeln auf dem Gesicht zu halten. Noch gegenseitig ein paar freundliche Worte wie, „ist sicher spannend“, und dann die Verabschiedung mit dem Hinweis, es sei jetzt Mittag und es müsse noch etwas „gejagt“ werden.

Robinson grübelte noch eine Weile weiter über diese absurd anmutende Situation nach: Soeben begegneten sich zwei Menschen, die vieles gemeinsam haben. Bis hin zu den abgedroschenen berndeutschen Begrüssungsfloskeln. Und doch leben diese Menschen in zwei völlig separaten Universen. Die beiden wünschen einander wohl persönlich nur das beste. Doch für eine bessere Welt hoffen wohl auch beide, dass der andere beruflich möglichst nichts erreicht.

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